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Leuchtfeuer

Leuchtfeuer sind eigentlich Schifffahrtszeichen und gehören in den Abschnitt „Schifffahrtszeichen“. Der Einfachheit halber werden sie aber separat behandelt. Die Leuchtfeuer dienen nicht nur zur Warnung vor Untiefen oder zur Fahrwasserbezeichnung, sondern dienen auch zur Ortsbestimmung durch die verschiedenen Leuchttürme, Grosstonnen und Feuerschiffen, vorausgesetzt man kennt den Standort, ihre Höhe und ihre Sichtweite. In Seekarten und im Leuchtfeuerverzeichnis findet man die entsprechenden Angaben. Es gibt verschiedenste Arten von Leuchtfeuer:

  • unterbrochenes Feuer [Oc/Ubr.]
  • Gleichtaktfeuer [Iso/Glt.]
  • Blitzfeuer [Fl/Blz.]
  • Blinkfeuer [LFI/Blk.]
  • Funkelfeuer [Q/Fkl.]
  • schnelles Funkelfeuer [VQ/SFkl.]
  • Wechselfeuer [Al/Wchl.]
  • Mischfeuer (z.B. Mischung aus verschied. Lichterscheinungen)
  • Morsefeuer [Mo/Mo.] gem. Morsealphabet

Leuchtfeuer als Wegweiser

Leitfeuer mit Sektoren. Warnsektoren Rot und Grün. Weiss Leitsektor in der Mitte.
Leitfeuer mit Sektoren. Warnsektoren Rot und Grün. Weiss Leitsektor in der Mitte.
Quermarkenfeuer querab zur Fahrrichtung. Wenn roterSektor erreicht, Kursänderung zur Torfeuerlinie.
Quermarkenfeuer querab zur Fahrrichtung. Wenn roterSektor erreicht, Kursänderung zur Torfeuerlinie.
Leuchttürme an Hauptansteuerungs- und Haupttorspunkten.
Leuchttürme an Hauptansteuerungs- und Haupttorspunkten.
Feuerschiff und Grosstonnen dort, wo es nicht möglich ist, fest gegründete Feuer aufzustellen.
Feuerschiff und Grosstonnen dort, wo es nicht möglich ist, fest gegründete Feuer aufzustellen.

Trag- und Sichtweite

Die richtige Erkennung von Leuchtfeuern ist nicht einfach und es bedarf einiger Übung, um genau bestimmen zu können, welches Licht jetzt ein Leuchtfeuer ist und nicht etwa irgend eine Lichterscheinung an Land, hervorgerufen durch Strassenlaternen, Fabrikbeleuchtungen, Autoscheinwerfer oder Lichter eines entfernten Schiffes.

Die Tragweite ist der Abstand, in dem ein Feuer einen eben noch deutlichen Lichteindruck am Auge des Beobachters hervorruft. Sie ist unter anderem abhängig von der Lichtstärke des Feuers und dem Sichtwert (=Lichtdurchlässigkeit) der Atmosphäre.

Die Nenntragweite, in Seekarten und Leuchtfeuerverzeichnis angegeben, ist international für einen Sichtwert von 0,74 festgelegt. Er entspricht einer meteorologischen Sichtweite von 10 sm am Tage. Die Tatsächliche Sichtweite kann also geringer oder grösser sein.

Die geographische Sichtweite ist die Entfernung, aus der man ein Feuer gerade noch über der Kimm hinweg ausmachen kann. D.h. sie ist abhängig von der Augeshöhe (h) des Beobachters und der Höhe (H) des Feuers.

Sturm in der Bretagne