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Gezeiten; Ebbe und Flut

Das Thema Gezeiten ist für jeden Anfänger ein etwas komplizierteres Kapitel. Durch viele Übungen gelingt es schliesslich, die anspruchsvollen Aufgaben richtig zu lösen. Hier beschreibe ich nur das wesentliche, um einen kleinen Einblick in dieses komplexe Thema zu veranschaulichen.

Gezeiten sind Niveauschwankungen der Meeresoberfläche, hervorgerufen durch die Anziehungskräfte (Gravitationskräfte) des Mondes und der Sonne auf die Wassermassen der Meere. Der Mond übt, wegen seines geringeren Abstandes zur Erde, die weitaus grössere Anziehungskraft aus. Hinzu kommen Zentrifugalkräfte, die durch die Bewegung der Erde und des Mondes um ihren gemeinsamen Schwerpunkt entstehen.

Ursachen der Gezeiten

- Anziehung zwischen Mond und Erde
- Anziehung zwischen Sonne und Erde
- Fliehkraft durch Erdrotation
- weitere, noch unerforschte Einflüsse durch das Magnetfeld der Erde

In den europäischen Gewässern haben wir zweimal pro Tag Flut und Ebbe, im Indischen Ozean und an einzelnen Stellen des Pazifiks registrieren wir nur eine Flut und eine Ebbe pro Tag.

Auswirkungen auf die Gezeitenhöhe

- die Formen der Küsten: Offene Küsten haben wenig Tidenhub, Trichter mehr
- die Tiefen des Meeres
- das Ausmass der Meere: Geschlossene Meere (wie Mittelmeer und Ostsee) haben wenig Tidenhub, offene dagegen viel
- Lufttiefdruck: Das Wasser steigt höher
- Lufthochdruck: Das Wasser steigt weniger hoch

Gezeitenströme

In Meerengen und zwischen Inseln treten stets stärkere Gezeitenströme auf. Bevor man in eine Meerenge hineinfährt, muss man sich anhand der Gezeitentafel immer genau über die Ströme orientieren. Im englischen Kanal bei Cherbourg gibt es z.B. sehr starke Gezeitenströme bis zu 3 kn bei Springzeit.

Hier lernst Du, wie man eine Gezeit, resp. den Wasserstand an einem bestimmten Ort um eine bestimmte Zeit richtig berechnet.

Gezeit berechnen